Chitosan
Nahrungsfette, die nicht verdaut werden, können sich im Körper
nicht ablagern. Nach diesem einfachen Prinzip funktioniert Chitosan
- eine faszinierende Substanz, die aus den Chitinfasern verschiedener
Garnelen- und Krabbenarten gewonnen wird. Chitosan kann im Verdauungstrakt
ein Vielfaches seines Eigengewichts an Fettstoffen dauerhaft binden
und damit der Aufnahme in den Organismus entziehen. Verschiedene Studien
aus den USA deuten darauf hin, dass Chitosan auch einen positiven Effekt
auf den Abbau von Harnsäure haben kann. Im weiteren erfüllt
Chitosan die wichtige Aufgabe einer unverdaulichen Nahrungsfaser in
einer ballaststoffarmen Nahrung. Dank seinem hohen Fettabsorptionsvermögen
ist Chitosan ein idealer Nahrungszusatz bei allen fettreichen Mahlzeiten.
Regelmässig eingenommen, eignet es sich auch für eine moderate
und kontuinuierliche Gewichtsreduktion.
Chitosan-Dosierungsempfehlungen
2 bis 6 Kapseln vor, während oder kurz nach jeder fettreichen Mahlzeit.
Bei Dauergebrauch je 1 bis 2 Kapseln zu jeder Mahlzeit. Wichtig: Chitosan
stets mit genügend Flüssigkeit einnehmen (mindestens 1dl Wasser
für die erste und je 1/2 dl für jede weitere Kapsel). Vor
grösseren Dosierungen sollte zunächst die Verträglichkeit
durch die Einnahme einzelner Kapseln getestet werden. Achtung: Chitosan
sollte nicht zusammen mit Omega 3 Fischöl eingenommen werden, da
sonst die Wirkung des letzteren aufgehoben wird. Das Produkt ist jedoch
nicht geeignet für Personen, die an einer schweren Jod-Allergie
leiden.
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CHITOSAN-Chemisch gesehen?
Chemisch gesehen ist Chitosan ein Abkömmling des Chitins, das in
zahlreichen Organismen (Insekten, Schalen- und Krustentieren, Pilzen,
etc.) vorkommt. Ein Großteil des gewonnenen Chitins stammt aus
den Abfällen der Krabbenfischerei. Das Chitosan gewinnt man dann
mittels alkalischer Hydrolyse der Acetylgruppen. Chitosan ist ein vielseitig
einsetzbarer Stoff, der z.B. dazu dienen kann, Naturwachse und -öle
wasserverdünnbar zu machen. Da es allerdings auch in hohem Maße
fähig ist, Fett zu binden, wird Chitosan in den USA schon seit
längerer Zeit unterstützend bei der Gewichtsreduktion eingesetzt.
Wie wirkt Chitosan?
Chitosan ist positiv ionisch geladen und kann daher im Darm die negativ
geladenen Fette binden. Diese Bindung ist allerdings nicht reversibel,
so dass man auch von einer Fettfalle spricht. Chitosan kann das 10fache
seines Gewichtes an Fett binden. Diesen Komplex kann der Verdauungstrakt
nicht mehr aufnehmen. Somit wird das Fett wieder ausgeschieden. Hinweis:
Das Wichtigste bei der schlankheitsbezogenen Ernährung ist, die
Fettaufnahme drastisch zu verringern. Fett ist der Nährstoff, welcher
die höchste Energiedichte besitzt. Dies bedeutet im Gegensatz zu
Kohlenhydraten und Protein, die nur 4 Kcal Brennwert pro Gramm besitzen,
hat 1 g Fett immerhin 9 Kcal. Das bedeutet, bei fettreicher Ernährung
nimmt man sehr leicht eine viel größere Kalorienzahl zu sich.
Gravierend ist, dass der menschliche Körper das Fett kaum nicht
zur Energiegewinnung heranzieht. Bei normaler körperlicher Aktivität
dienen fast ausschließlich die Kohlenhydrate zur Abdeckung des
Energiebedarfs. Erst bei Ausdauerbelastungen über einen Zeitraum
von 30 Minuten wird ein relevanter Teil der Energie aus der Fettverbrennung
gedeckt. Das bedeutet, man braucht nur kleinste Mengen Fett - ca. 10g
essentielle Fettsäuren pro Tag - zur Aufrechterhaltung einiger
Stoffwechselfunktionen. Leider ist es so, dass viele Nahrungsmittel,
die gut schmecken, große Mengen an Fett beinhalten, einige davon
sichtbar, viele aber auch versteckt. Die meisten sinnvollen Diäten
sollten also dringend auf solche Nahrungsmittel verzichten und dies
bedeutet, eine Einschränkung vieler geliebter Genüsse.
Für wen ist Chitosan das richtige?
Chitosan sollte keinesfalls über einen längeren Zeitraum (länger
als 6 Monate) und konstant vor jedem Essen eingenommen werden, da hierbei
die Gefahr besteht nicht genügend "gute" Fette zu konsumieren,
die für einen funktionieren Stoffwechsel , sehr wichtig sind. Um
abzunehmen über eine Zeitraum unter 6 Monaten ist Chitosan das
beste Mittel für Leute die Ihre Ernährung nicht umstellen
wollen und trotzdem Ihre Fettaufnahme reduzieren möchten. Da nur
1 g CHITOSAN ein vielfaches seine Gewichtes an Fett binden kann, kann
man so eine energetisch relevante Menge Fett der Verdauung entziehen.
CHITOSAN eignet sich daher ausgezeichnet, um den sog. "Fresstag"
während einer Diät zu entschärfen. Das bedeutet, man
achtet an 5 - 6 Tagen in der Woche auf seine Ernährung und an den
verbleibenden Tagen isst man, worauf man gerade Appetit hat. Verzehrt
man nun zu diesen fettreichen Mahlzeiten entsprechend CHITOSAN, kann
man damit eine unnötige Fettspeicherung umgehen. Eine neuere Studie
(Bericht Flex 3/99) ergab, dass 1g Chitosan in der Lage ist 10g Fett
zu binden!
Noch einige Fakten zu Chitosan:
Chitosan ist ein natürlicher Ballaststoff, ein celluloseähnliches
Polymer, das im Gegensatz zu pflanzlichen Fasern eine Aminogruppe enthält.
Diese alkalisierte Form des Chitins hat durch seine positive Ionenladung
die Eigenschaft, Fett (die eine negative Ionenladung aufweisen) an sich
zu binden. Die Fette werden dann zusammen mit der tierischen Faser unverdaut
ausgeschieden. Chitosan kommt in den Zellwänden von Pilzen und
Exoskeletten von Insekten, Krabben , Garnelen, und anderen Schalentieren
vor. Als Nahrungsergänzung in Kapselform erhältich. Chitosan
hemmt die Fettresorption im Dünndarm, indem die Aminogrppe des
Chitosans eine Verbindung mit dem Fett eingeht. Die Reduzierung der
Fettaufnahme ist um rund 55 Prozent stärker als bei vergleichbaren
Fasern. Neuere Studien weisen zudem darauf hin, daß Chitosan das
Risiko vermindert, an Darmkrebs zu erkranken. Chitosan soll außerdem
den Serumcholesterinspiegel senken. Chitosan soll Heilungsprozesse fördern
und den Immunstatus verbessern. Für Sportler und Menschen fortgeschrittenen
Alters ist interessant, daß es die Stabilität der Blutgefäße
verbessern soll.
Autor und Copyright: Primarius Univ. Prof. Dr.
Erich Müller-Tyl |