Jung durch Hormone |
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Die Anti-Aging-Medizin (Medizin gegen die Alterung) ist eine neue Sparte
der Wissenschaft, um die Lebensqualität des Menschen mit zunehmendem
Alter so optimal wie möglich zu gestalten. Die Anti-Aging-Medizin steht derzeit auf drei Beinen - Lebensstil,
Ernährung und Hormontherapie. Im Sinne der Ganzheitsmedizin sind
deshalb alle drei Säulen unabdingbar. Das Wachstumshormon ist das wesentlichste aller Anti-Aging-Hormone, ein Hormon, das in der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) erzeugt wird. Dieses Hormon regeneriert den gesamten Körper, da es in jeder Zelle eingreift. Es baut selbstständig Fett ab und baut dafür Muskel- und Bindegewebe auf. Weiters wirkt es gegen Depressionen, Antriebslosigkeit, kann die Haut- und Haarstruktur verbessern, Hautfalten glätten und Gefäße vor Verkalkung schützen. Es bewirkt eine Stärkung der Wundheilungskapazität, des Immunsystems, des sexuellen Antriebes, des Gedächtnisses, der Psyche sowie aller inneren Organfunktionen. Das Dehydroepiandrosteron (DHEA) ist ein Hormon der Nebennierenrinde, und ein Vorläuferhormon von Östrogenen und Androgenen. DHEA wirkt fettabbauend, ist das Anti-Streßhormon als Gegenspieler des Sresshormons Cortisol und wirkt somit massiv dem Alterungsprozess entgegen. Es wirkt regenerierend und stimuliert das Immunsystem und das Sexualleben, verringert das Risiko für Herzinfarkte, die Knochendichte wird verstärkt, das Immunsystem unterstützt und der Zellstoffwechsel wird beschleunigt. Das Choriongonadotropin (HCG) ist ein Hormon der Plazenta. Übergewicht ist eine wesentliche Ursache von Bluthochdruck, Gefäß- und Herzerkrankungen und Diabetes und trägt zu einer vorzeitigen Alterung bei. Man findet selten hochbetagte fettleibige Menschen. HCG hat keine direkte Wirkung auf die Fettzelle sondern es wird die hypothalamische Region im Gehirn als intermediäres Organ in der fettauflösenden Aktivtät stimuliert und ein hemmender Effekt für den Neuaufbau des Fettes aktiviert. Eine Verbesserung der Körperproportionen durch eine Reduktion des Fettes an den gewünschten Stellen, die bei normalen Diäten meist nicht gelingt, wird durch die Wirkung der Beta-1- und Alpha -2-Adrenergen Agonisten erreicht. HCG greift durch seine fettabbauende Wirkung somit positiv in den Fettstoffwechsel ein, senkt dadurch das Cholesterin, sowie das Auftreten der Artherosklerose. Das Hormon Melatonin der Zirbeldrüse im Gehirn hilft vor allem
gegen Schlafstörungen. Östrogene sind weibliche Sexualhormone und können bei Mangel den Alterungsprozess verstärken. Sie dienen zur Erhaltung der Lebensqualität , des Wohlbefindens, der Sexualität und der Leistungsfähigkeit. Bei der Frau soll eine individuelle Langzeittherapie mit Östrogenen nur nach Bestimmung der sogenannten genetischen Polymorphismen mittels Mundschleimhautabstrich durchgeführt werden. Diese Bestimmung gibt Aufschluss über eventuelle erhöhte Gewebskonzentrationen von Östrogenen, die mit einem erhöhten Brustkrebsrisiko einhergehen können. Durch diese Bestimmung kann jede Frau Klarheit bekommen, in welcher Form bei ihr eine Östrogentherapie durchgeführt werden kann. Testosteron ist ein männliches Geschlechtshormon, das im Hoden
und im geringeren Maße im Eierstock der Frau produziert wird.
Mangel am Geschlechtshormon Testosteron bewirkt raschere Alterung, Schlafstörungen,
Sexualprobleme, Verstimmung und Gewichtszunahme. Das Glückshormon Serotonin ist für eine gesunde Psyche und für die Unterdrückung von Depressionen verantwortlich. Mit zunehmenden Alter werden Depressionen immer häufiger und beschleunigen den Alterungsprozess. Da Serotonin selbst nicht direkt dem Menschen zugeführt werden kann, besteht die Möglichkeit, mit der Aminosäure Tryptophan, einer Vorstufe des Serotonins, den Serotoninspiegel zu erhöhen. Es gleicht Stimmungsschwankungen aus, hilft bei Depressionen, verkürzt die Einschlafzeit, senkt den Appetit und hilft beim Abnehmen, erhöht die Schmerztoleranz und ist ein natürliches Migränemittel. Phytohormone sind pflanzliche Östrogene und finden sich hauptsächlich in Soja und Rotklee. Sie können bei der Frau das Risiko für Brustkrebs und beim Mann für Prostatakrebs senken. Weiters wirken sie auch gegen den Alterungsprozess und schützen den Körper vor Herz- Kreislauferkrankungen und hohem Cholesterinspiegel. Das Progesteron ist das Gelbkörperhormon der Frau. Das Progesteron verhindert die Entstehung freier Radikale und die übermässige Zerstörung der Bindegewebsfasern durch die Matrixmetalloproteinasen ( Abbau-Enzyme) und wirkt so der Hautalterung entgegen. Nebenbei wirkt es stark antidepressiv, jedoch ohne Nebenwirkungen. Auch im Gehirn kann Progesteron die Alterung verlangsamen.
Die Hautalterung kann auch durch Hormone in Creme und Lotionform wesentlich verzögert werden. Östrogenabkömmlinge, Androgene, Progesteron, Melatonin und Cyproteronacetat- sowie Finasteridpräparate können die Haut jung und faltenfrei erhalten und auch gegen Cellulite, Haarausfall, Besenreiser, verstärkte Körperbehaarung und Akne eingesetzt werden. Autor und Copyright: Primarius Univ. Prof. Dr. Erich Müller-Tyl |
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