Pheromone |
|
Was sind Pheromone? Pheromone sind chemische Kommunikationsstoffe (Duftstoffe) zwischen Organismen der gleichen Spezies, also Hormone mit Fernwirkung (intraspezifische Signale). Grundsätzlich müssen Pheromone von Allomonen und Kairomonen unterschieden werden, bei denen es sich um Substanzen handelt, die zwischen Individuen verschiedener Art wirken. Pheromone existieren bei den einfachsten Lebewesen, Insekten, Fischen und fast allen Wirbeltieren bis hinauf zu den Säugetieren und Menschen. Pheromone wurden aus Stoffwechselprodukten im Laufe der Evolution umfunktioniert und sind Sexuallockstoffe, Sozialpheromone, Alarmstoffe, Markierungsstoffe, Geschlechtsdifferenzierungsstoffe, oder Gamone, eigentlich Hochzeitsvermittler. Sie sind Kommunikationssysteme, die unter den Artgenossen den Austausch von Botschaften ermöglichen, bisweilen über weite Distanzen , vergleichbar fast mit Funkverbindungen. Was bedeutet der Ausdruck Pheromon? Der Begriff dient für eine Substanz, die bei Tieren und Menschen auf die Außenhaut sezerniert und von einem anderen Individuum der selben Spezies empfangen wird und dann Verhaltens- oder Entwicklungsantworten des Empfängers verursacht. Das Wort bedeutet Träger von Erregung und wurde aus dem griechischen Wort pherein, das bringen oder transferieren, und Hormon, das antreibend bedeutet, zusammengesetzt. Welche Geruchsstoffe werden als Pheromone eingestuft? Beim Menschen trifft diese Definition neben den Geruchstoffen des weiblichen Vaginalsekretes, den sogenannten Kopulinen, vor allem auf die Sekrete der Achsel zu. Hier handelt es sich hauptsächlich um Metabolite der Androgene, nämlich um die sogenannten 16-Androstene. Besonders 2 Formen der 16-Androstene sind von Bedeutung, das Androstenol, das moschusartig riecht, während der Geruch des Androstenon an Urin erinnert. Welche Typen von Pheromonen gibt es? Mit welchem Sinnesorgan werden Pheromone wahrgenommen? Auf welche hormonelle Funktionskreise wirken Pheromone? Wo werden Pheromone gebildet? Wozu dienen Pheromone? Die Pheromone, auch Soziohormone genannt, versenden chiffrierte Signale, um per definitionem Botschaften zwischen den Individuen einer Population zu übermitteln. Dies können anziehende und verführende, den potentiellen Geschlechtspartnern die Bereitschaft zur Paarung signalisierende und auch warnende und abschreckende sein, die das eigene Revier markieren und Eindringlingen die Grenzen setzen. Welche Arten von Pheromonen gibt es? Die Wirkung der Signalpheromone ist kurzfristig, sie erreichen im Körper
des Empfängers eine mehr oder minder sofortige physiologische Veränderungen
wie die Ausschüttung von Neurotransmittern, die direkt auf das
Verhalten das Empfängers wirken. Im Gegensatz zu Releaser-Pheromonen, die schnell das Verhalten des
Empfängers ändern, funktionieren Primer-Pheromone subtil,
in dem sie die Physiologie des Empfängers ändern. Über 50 Pheromone wurden bislang beim Menschen entdeckt, die sexuell animieren. Darunter finden sich unter anderem die weiblichen Kopuline, die sich im Sekret der Vagina finden und die männliche Libido anregen, sowie die männlichen Androstene, die die Gemütsverfassung wie sexuelle Bereitschaft bei Frauen positiv beeinflussen. Welche hormonelle Einflüsse von Pheromonen lassen sich bei der
Frau nachweisen? Ein weiteres Experiment mit Frauen zeigte die Erklärung für das bekannte Phänomen, daß sich die Periode von Frauen, die eng zusammenleben oder auf engem Raum zusammenarbeiten, nach einer gewissen Anpassungsphase synchron gestaltet. Dabei wurde bei der einen Hälfte von Probandinnen normaler Alkohol, bei der anderen Hälfte ein Pheromon aufgeträufelt. Nach 30 Tagen synchronisierte sich der Menstruationszyklus bei den Frauen unter Einfluß von Pheromonen, während in der Gruppe ohne Pheromone keine Regelsynchronisation eintrat. Auch Beobachtungen, daß in Mädcheninternaten zwei im gleichen Schlafsaal eng nebeneinander lebende Mädchen sich in den Zyklusphasen so anpassen, daß sie gemeinsam menstruieren, ist im selben Sinne wie die andere Beobachtung zu interpretieren. Welchen Einfluss haben weibliche Pheromone auf den Mann? Ein zusätzlich interessantes Ergebnis brachten zu den Riechproben vorgelegte Fotos von fünf als verschieden attraktiv eingestuften Frauen. Die Duftstoffe bewirkten bei den Männern, daß die Attraktivität der Frauen ausgeglichen wurde. Weniger begehrenswerte Frauen gewannen für die Männer an Attraktivität, am stärksten gewann die am wenigsten attraktive Frau. Die attraktivste dagegen verlor am meisten. Welchen Einfluss haben männliche Pheromone auf die Frau? Neueste US-Forschungsergebnisse haben einen Naenspray mit den Pheromon Vomeropherin entwickelt. Ein grosser Teil der Frauen im gebärfähigem Alter leiden vor der Regel unter dem Prämenstruellen Syndrom. Dies besteht aus Brustspannen, Depressionen, Nervosität, Wasseransammlung und Unterleibsschmerzen. Die Anwendung des Pheromon-Nasensprays verhindert das Auftreten all dieser Beschwerden . Welche Rolle spielen Pheromone bei der Partnerwahl? Wenn ein sanfter fürsorglicher Mann außer seiner Liebenswürdigkeit auch noch den Geruch eines Revierverteidigers trägt, finden ihn Frauen sogar noch attraktiver. Die unterbewußte Botschaft lautet, dass dieser Mann starke Nachkommen zeugen und die entstehende Familie versorgen und beschützen kann. Welchen Einfluss haben Pheromone auf die Fruchtbarkeit der Frau? Zu den Hauptbestandteilen des männlichen Schweißes zählen zwei Abbauprodukte des Testosterons. Das nach Sandelholz duftende Androstenol wird von Frauen üblicherweise als angenehm eingestuft und ist möglicherweise der Stoff, der die weiblichen Menstruationszyklen beeinflussen und bei Frauen für den Geschlechtsverkehr Bereitschaft erzeugen kann. Ganz anders verhält es sich mit der wesentlich stärkeren Duftmarke, dem urinähnlich stechend riechenden Androstenon. Es wird von Frauen für gewöhnlich als Gestank empfunden, jedoch mit einer Ausnahme: um den Eisprung herum verlieren Frauen plötzlich ihre ablehnende Haltung gegenüber dem streng männlichen Geruch. Somit vermag ein Mann nach der weiblichen Reaktion auf seine Annäherungsversuche abzulesen, ob diese Frau gerade fruchtbar ist. Anders als beim Affen kündigt sich nämlich die menschliche Ovulation weder durch optische Signale, wie ein rot geschwollenes Genitale, noch durch irgendwelche Duftmarken im Vaginalsekret an. Womöglich sorgt diese Diskretion dafür, daß sich Männer nicht nur zu gewissen Zeiten für ihre Frauen interessieren und fördert so eine dauerhafte Partnerschaft. Wenn auch der Geruch des Vaginalsekretes nicht zur Eisprungdiagnose taugt, erfüllt er doch eine andere Funktion. Das Vaginalsekret enthält sogenannte Kopuline, das sind kurzkettige Fettsäuren, deren Komposition während des Zyklus erheblich variiert. Zur Zeit der Ovulation vermögen diese Kopuline den Mann zum Geschlechtsverkehr anzuregen. Die Applikation von männlichem Schweiß macht weibliche Zyklen weniger variabel und erhöht die Fertilitätschancen. Frauen investieren anscheinend erst in regelmäßige Zyklen und Ovulationen, wenn ein fester Lebenspartner vorhanden ist. Wie ist der Einfluss der Pheromone zwischen den Partnern während
der Schwangerschaft? Welche Verhaltensmuster können Pheromone auslösen? Welchen Einfluss haben Duftstoffe des Menschen auf seine Lebensfunktionen? Wie kann man die Wirkung der Pheromone wirtschaftlich nützen? Die Suche nach einem Duft, der den, der ihn trägt, unwiderstehlich macht, beschäftigt die Menschheit seit Jahrhunderten. Jean Baptist Grenouille in Patrick Süskind´s Roman Das Parfum, selbst ohne Geruch und von niemandem geliebt ist mit eienm genialen Gruchsorgan ausgestattet. Es gelingt ihm, den Duft von Jungfrauen zu destillieren und an sich selbst zu verwenden. Damit erreichte er eine unwiderstehliche persönliche Geliebt- und Begehrtheit. Da Jean Baptist Grenouille 25 Jungfrauen ermordete um in den Besitz ihrer Pheromone zu kommen, wurde er zum Tode verurteilt. Unmittelbar vor seiner Exekution verströmte er am Henkershügel das von ihm destillierte sexuell anregende Pheromon über das anwesende schaulustige Volk. Die Folge war, daß die geplante Hinrichtung zu einem riesigen Bacchanal ausartete. In der Schädlingsbekämpfung werden Borkenkäfer durch ihre eigenen Sexualduftstoffe in tödliche Fallen gelockt. Trüffeln werden durch kopulationswillige Sauen gefunden, da Trüffeln einen Geruchsstoff enthalten, der dem Sexuallockstoff des Eber gleicht. Die Sau, durch das Pheromon des Ebers verführt, vergißt alles andere und gräbt die Trüffeln aus, um zu der von den Duftstoffen der Trüffeln verheissenen Kopulation zu gelangen. Welche Auswirkungen können sozial wirksame Pheromone haben? Die Vomeronasalorgane der Mitglieder dieser Gruppe erhalten somit keine Sozialpheromone angeboten, mit denen sie agieren können. Sie werden sofort einen Nicht-Produzenten der Sozialpheromone als einen Außenseiter erkennen können. Sozialpheromone wurden bei einem Fußballmatch entdeckt, wobei bei der Klimaanlage austretende Luft auf Pheromone geprüft wurde. Es gelang, diese Pheromone im Laboratorium zu isolieren. Nach dieser bahnbrechenden Entdeckung wurde ein Antidot (Swarming-Inhibitor) gefunden, das das Vomeronasale Organ deaktivieren kann und gegen Pheromoneinflüsse unempfindlich macht. Bei verschiedenen Sportveranstaltungen wurde die Anwendung von Sozialpheromonen geprüft, und zwar wurden Mikrofone in einem Sportstadium aufgestellt und mit einem Computer verbunden, der die Lärmentwicklung bei den Fans maß. Wo die Sozialpheromone versprüht wurden, erhöhte sich der Beifallslärm um bis zu 48 %. In den Sektoren der Stadions, in denen der Swarming-Inhibitor versprüht wurde, wurde der Beifall auf fast unmeßbare Werte verringert und in machen Fällen standen die Sportfans auf und verließen die Stadion. Über den Grund des Verlassens interviewt sagten viele Fans, daß sie plötzlich nicht mehr wußten, warum sie überhaupt gekommen waren. Eine junge Frau gab an, daß sie plötzlich über die komisch aussehenden Männer lachen mußte, die in merkwürdigen Kostümen im Stadion sinnlos herumliefen und sie fühlte plötzlich, daß sie gehen mußte. Welche praktische Anwendung ist mit den Swarming-Inhibitoren möglich? |
| 5 HTP 5-Hydroxytryptophan | Adipositas bei der Frau und die hormonellen Einflüsse | Adipositas Fettsucht Übergewicht | Ästhetische Endokrinologie und Hormonkosmetik | Anti-Aging Medizin | Alterung und Wachstumshormon | Anti-Aging mit dem Wachstumshormon | Chitosan | Das Gedächtnis und Erinnerungshormon Pregnenolon | Das Hormon Melatonin | Das Hormon Testosteron bei der Frau | Dehydroepiandrosteron DHEA | Diabetes und Schwangerschaft | Die Alterung des Menschen | Die Alterung Ursache und Folgen | Die Anti Aging Medizin | Die Hormonelle Gewichtsreduktion | Die Mitochondriale Theorie des Alterns | D,L Phenylalanin DLPA | Jung durch Hormone | Kosmetik mit Hormonen | Moderne Antiagingkonzepte für Jugend Schönheit und Schlankheit | Pheromone| Polymorphismen | Regeneration und Jugend durch das Wachstumshormon | Serotonin, das "Glückshormon" | Sexualität der Frau im Bereich des Wechsels und nach der Menopause | Sexualität und Hormone | Verstärkter Haarausfall vermehrte Körperbehaaarung Akne und Hormone | Verstärkter Haarausfall | Verstärkte Köperbehaarung Hirsutismus | Wachstumshormon HGH) und Muskelaufbau | |