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Anti Aging mit dem Wachstumshormon
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Verstärkter Haarausfall

FRAGE:
Ich bin 42 Jahre alt und leide seit 2 Jahren unter verstärktem Haarausfall. In letzter Zeit ist der Haarausfall viel stärker geworden, und beim Kämmen bleibt das Haar büschelweise im Kamm. Überall in meinem Heim finde ich meine Haare. Ich habe aufgehört, die Haare zu färben, habe sie kurz geschnitten und nehme aus der Drogerie und Apotheke alles was sich gegen Haarausfall anbietet.
Bisher hat aber gar nichts geholfen, und mein schönes dichtes Haar wird durchsichtig und Geheimratsecken bilden sich. Ich bin verzweifelt - gibt es denn keine wirkliche Hilfe?

ANTWORT:
Ein Haar unterliegt einer 3 bis 5-jährigen Wachstumsphase, und wird anschliessend nach einer 3 bis 4 Monate dauernden Ruhezeit abgestoßen. Danach beginnt eine neue Wachstumsphase. Normalerweise kann die Haarwurzel diesen Zyklus 15 bis 17 mal durchlaufen, dann stirbt die Haarwurzel endgültig ab.
Jeder Erwachsene hat zwischen 100.000 und 150.000 Kopfhaare. Ein einzelnes Haar wächst pro Tag zirka 0,3 bis 0,4 Millimeter.

Krankhafter Haarverlust besteht dann, wenn mehr als 100 Haare pro Tag verloren werden. Mit zunehmendem Alter ist es auch für Frauen natürlich, dass die Haardichte abnimmt.
Die häufigste Ursache eines Haarverlustes ist eine Störung des Hormonhaushaltes, und das dürfte auch bei Ihnen auf Grund Ihrer Angaben über die Form des Haarverlustes der Fall sein. Ein umfassender Hormonstatus und weitere Laboruntersuchungen des Blutes können darüber Aufschluss geben.

Haarverlust kann durch einen Mangel an weiblichen Hormonen oder durch zu viele männliche Hormone sowie durch eine Über- oder Unterfunktion der Schilddrüsenhormone bedingt sein. Psychischer und physischer Stress können auch den Haarausfall begünstigen.

Haarentfernung IPL

Weitere mögliche Ursachen sind auch speziell nach den Wintermonaten Vitamin D3-, H-, B5-, B6-, Zink- und Eisenmangel , Hauterkrankungen und toxische Substanzen wie Medikamente und Umweltgifte. Auch chronische Erkrankungen und Störung des Immunsystems können eine Ursache darstellen.
Die häufigste Ursache ist eine zu starke Wirkung männlicher Hormone auf die Haarwurzel. Die Therapie kann in Form von Tabletten und Injektionen, sowie auch lokal mit hormonhältigen Haartinkturen mit Antiandrogenen, Östrogenen, Progesteron sowie 5-Alpha- Reduktase - Hemmern durchgeführt werden. Mit dieser dem jeweiligen Fall genau angepassten Hormonbehandlung kann nahezu in jedem Fall geholfen werden.

Haarausfall

In schweren Fällen, in denen bisher keine andere Therapie ausreichenden Erfolg gebracht hat, ist der Einsatz von Hormoninjektionen in ein bis zwei- wöchigen Abstanden praktisch immer erfolgreich.
In allen nicht hormonabhängigen Fällen sind die anderen Ursachen zu korrigieren.

Autor und Copyright: Primarius Univ. Prof. Dr. Erich Müller-Tyl
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